Eine Floß-Story in Bildern
Alles begann mit einer heißen Zugfahrt: Die Idee zu diesem Abenteuer entstand eigentlich schon im letzten Jahr: Bei drückender Sommerhitze saßen einige Schülerinnen und Schüler im Zug auf der Heimfahrt von der Uni Regensburg nach Straubing, wo sie in der Physik-Didaktik experimentiert hatten. Der sehnliche Wunsch von Sebastian und Sophia damals: Jetzt einfach mit einem Floß gemütlich über die Donau schippern!
Vom Traum zum Bauplan: Ein Jahr später wurde aus der losen Spinnerei ein Projekt. Die Planungsphase startete etwas zäh – aber als die erste konkrete Skizze stand, packte mit einem Mal doch fast alle der Ehrgeiz. Es wurden Holzlängen berechnet, Physik-Videos zum Thema Auftrieb studiert und genau kalkuliert, wie viel Material und wie viele Nägel wir eigentlich brauchten. Zudem wurden Telefonate geführt, um Schwimmwesten zu besorgen und der Terminkalender gewälzt.
Das Fundament aus dem Krankenhaus-Keller: Die wichtigste Frage: Was hält uns über Wasser? Die Rettung kam aus dem Keller des Krankenhauses Mallersdorf. Dort lagerten zehn leere Spülmittelfässer. Der Hausmeister erlaubte uns, diese kostenlos mitzunehmen – unter einer Bedingung: Sie mussten blitzblank ausgespült und alle Aufkleber restlos abgezogen werden. Mit Holz half uns Familie Rust aus, Querbalken wurden kurzerhand im Baumarkt gekauft.
Großbaustelle in der Scheune: Für die eigentliche Bauphase durften wir in die Scheune von Familie Rust umziehen. Ein Glücksfall! Antons Vater unterstützte uns tatkräftig und stellte uns jede Menge Profi-Werkzeug zur Verfügung. Bevor es ans Zusammenbauen ging, hieß es aber erst einmal: schleifen! Damit die Planken auch splitterfrei sind. Die Umsetzung der Skizze in die Realität ging mit gelassener Ruhe, viel Knowhow und ohne eine einzige Panne von Statten.
Die perfekte Stärkung: Wer hart arbeitet, braucht ordentlich Energie. Anton dachte auch an unser leibliches Wohl: Mit einer großen Portion Kartoffelsalat, Wiener Würstchen und frischen Brezen wurden die Akkus für die nächste Bauphase wieder aufgeladen.
Schwertransport zum Weiher: Und dann stand es da: das fertige Partyfloß, drei mal sechs Meter groß! Am darauffolgenden Montag wurde es ernst. Maxi Auer lud das massive Gefährt fachmännisch mit dem Stapellader auf einen Anhänger und transportierte es zum Weiher Nr. 14 nach Parkstetten – natürlich alles offiziell und beim Landratsamt angemeldet.
Leinen los für die „Titanic II“! Am Weiher angekommen wurde das Floß abgeladen und feierlich zu Wasser gelassen. Es folgte die offizielle Taufe auf den Namen „Titanic II“ – stilecht mit Taufspruch und knallendem Sektkorken.
Kapitän Sebastian übernimmt das Kommando: Etwas Anspannung machte sich breit, als alle 11 Schülerinnen und Schüler und die drei Lehrer das Floß bestiegen. Würde es uns alle tragen? Aber sicher doch! Gar kein Problem! Plan präzise – Projekt geglückt! Die Jungfernfahrt führte uns hinüber zum Weiher 11. Sebastian Vogl übernahm als Kapitän die Koordination des Ruderns, was erstaunlich schnell richtig gut gelang. An Bord herrschte beste Stimmung: Mit Snacks und einer Musikbox wurde die Fahrt bei Kaiserwetter zum puren Genuss. Viele nutzten die Gelegenheit auch gleich für eine Abkühlung im Wasser oder einem Bad in der Sonne auf dem Floßdeck.
Ein Abschied mit Vorfreude: Nach zwei Stunden Spaß auf dem Floß mussten wir schweren Herzens wieder an Land gehen. Am liebsten hätten alle sofort Frau Krawczak einen Besuch abgestattet (und taten das auch tatsächlich!), um eine weitere Fahrerlaubnis für den nächsten Tag einzuholen. Das Floß wurde dennoch zunächst wieder verladen und zurück in Antons Scheune gebracht. Was als verrückte Idee in einem heißen Zug begann, endete in einem echten Glücksgefühl – weil wir erfahren konnten, was wir alles als Team gemeinsam schaffen können!
Ein herzliches Dankeschön!
Ein solches Projekt klappt nur mit großartiger Unterstützung. Wir bedanken uns ganz herzlich bei:
Anton Rust und seiner Familie für den Platz in der Scheune, das Werkzeug und die tolle Verpflegung.
Maxi Auer und seiner Familie für das Ausleihen des Traktors samt Anhänger und den sicheren Transport.
Frank Heckel, der unser Projekt finanziell mit Mitteln aus dem diesjährigen Spendenlauf unterstützt und damit erst ermöglicht hat
Max Fellinger, der uns als Sportlehrer das ganze Abenteuer über sicher begleitet hat.
Unserer Schulleitung und allen Kolleginnen und Kollegen, die uns die Zeit gewährt haben, das Projekt in die Tat umzusetzen.


























