Luggy-Brauerei

Luggy-Schüler selbst versuchen sich in der Kunst des Bierbrauens.

Gegen Ende des Schuljahres ist es für die 10. Klassen üblich, das „flüssige Brot“ in ihren eigenen vier Wänden herzustellen. Doch da man nicht nur die laut Reinheitsgebot erlaubten Zutaten zusammenmischt, wird im Folgenden der genaue Brauvorgang der 10a erläutert.

Der erste Schritt zum schmackhaften Bier wird Maischen genannt: Hierbei spalten die Enzyme des Malzes deren Stärkemoleküle im Wasser zu kleineren Zuckermolekülen auf. Der Maischvorgang erfolgt unter Erwärmung auf 35°C bei einer Rast von 10 Minuten. Anschließend wird das Wasser – Malz – Gemisch auf 50 °C bzw. 65°C erhitzt und jeweils weiter geköchelt. Nach der Zugabe einer Iod – Kalium – Iodidlösung im sog. Treber ( ausgekochtes Malz ) nach der benötigten Zeit, zeigt sich der Stärkenachweis als negativ.

Nach dem vollständigen Zubereiten der Maische, muss nun geläutert werden. Der Vorgang des Läuternd beschreibt das Aussieben des Wasser – Malz – Gemisches. Hierzu wird in den Läuterbottich ein Metallsieb eingeführt und die fertige Maische oben hinzugeschüttet. Darauf hin lässt man das von den Malzresten getrennte Gemisch mit dem Hahn unten ablaufen und in ca. 45 Minuten auf 100°C erhitzt.

Nachdem die gewünschte Temperatur erreicht war, konnte man den Hopfen in Form von kleinen Pellet zum Gemisch zugeben und weiter köcheln. Diesen Vorgang nennt man Würzekochen. Was sofort ins Auge sticht, war die Farbe, welche sich von dunklem braun in dunkles grün veränderte.

Zu guter Letzt muss das Gemisch noch für 90 Minuten weiter abgekocht, langsam abgekühlt und anschließend für ca. 2 bis 3 Wochen gelagert. Fertig war unser „Schädelsprenger“.